Operative Intensivmedizin

Patienten, die im Verlauf einer Erkrankung, infolge eines Unfalls oder im Anschluss an eine umfängliche Operation durch lebensbedrohliche Zustände gefährdet werden können oder aber bereits gefährdet sind, bedürfen nicht nur aufwendiger Pflege sondern auch besonderer Überwachungs- sowie intensiver Behandlungsmaßnahmen. So müssen im Einzelfall u.U. die gestörte Herz- oder die gestörte Kreislauf- oder die gestörte Lungen- oder die gestörte Nierenfunktion usw., in der Mehrzahl der Patienten aber eher eine Kombination von verschiedenen Organfunktions-Versagenszuständen gezielt behandelt werden. Diese zum Teil sehr anspruchsvollen und auch aufwändigen Behandlungsverfahren, die häufig sehr fein auf die individuelle Patientensituation abgestellt werden müssen, lassen sich nur unter Zuhilfenahme von diffiziler Medizintechnik realisieren. Erst durch solche technischen Behandlungssysteme erlangen die Mitarbeiter des Intensivpflegeteams nicht nur den Freiraum, der für die gebotene Intensivpflege und Intensivtherapie, und nicht zuletzt auch für die intensive menschliche Zuwendung zum Patienten unumgänglich ist, sondern es wird so nicht selten erst die Grundvoraussetzung geschaffen, dass die lebensbedrohlich erkrankte Patientin bzw. der lebensbedrohlich erkrankte Patient eine realistische Überlebenschance bekommt.

 

So werden im Operativen Intensivpflegebereich des Hauses (mit 13 Betten) pro Jahr etwa 700 bis 750 Patienten in Zusammenarbeit mit den für das jeweilige Fach zuständigen Operateuren intensivmedizinisch überwacht und bei Notwendigkeit intensivmedizinisch behandelt (z.B. Atemtherapie, Herz-Kreislaufbehandlung, Nierenersatztherapie, Infektionsabwehr etc.). Bei Bedarf werden zusätzlich Fachvertreter der nicht direkt präsenten medizinischen Disziplinen in die Behandlung unverzüglich eingebunden. Dies können im Einzelfall ein Augenarzt, ein Kardiologe, ein Internist, ein Nephrologe, ein Psychiater, ein Kiefer-Gesichtschirurg oder aber beispielsweise auch ein Hautarzt sein.