Was ist zu tun?
Absolut notwendig ist bei den oben genannten Symptomen eine Untersuchung der Halsschlagadern (Arteria carotis) auf Engstellen (Stenosen) durch Ultraschall (Doppler-, Duplexsonographie). Hierbei können gefährliche Verkalkungen durch Arteriosklerose und dadurch bedingte Engstellen der Halsschlagadern beurteilt werden. Dies ist eine völlig ungefährliche Untersuchung. Gegebenenfalls muss auch eine Röntgendarstellung der Halsschlagadern erfolgen.
Zusätzlich sollte eine gründliche körperliche Untersuchung durchgeführt werden, wobei vor allem ein erhöhter Blutdruck und eine Diabetes mellitus ausgeschlossen werden sollten. Zum Ausschluss von Herzrhythmusstörungen und anderen Herzerkrankungen ist ein EKG und eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiogramm) notwendig. Über die im Einzelnen durchzuführenden Untersuchungen wird Sie Ihr behandelnder Arzt aufklären.
Wurde eine höhergradige Einengung der Halsschlagader festgestellt und sind Symptome einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirns festgestellt worden, dann sollte eine Operation an der Halsschlagader erfolgen. Ansonsten droht ein kompletter Schlaganfall innerhalb der nächsten Wochen und Monate! Auch ältere Patienten (älter als 80 Jahre) profitieren von der Operation! Liegen Herzrhythmusstörungen vor oder wurden Blutgerinnsel an der Herzinnenwand nachgewiesen, so wird meist eine medikamentöse Blutverdünnung (Antikoagulation) notwendig, um der Gefahr von Embolien vorzubeugen.
Wie wird eine Operation durchgeführt?
Die Operation findet unter regionaler Betäubung oder Vollnarkose statt. Bei der Operation wird die Halsschlagader über einen kleinen Schnitt am Hals freigelegt und anschließend die Engstelle ausgeschält. Je nach Befund wird ein kleiner Flicken (Patchplastik) eingenäht oder die Halsschlagader direkt zugenäht. Während der Operation kann die Gehirndurchblutung über bestimmte Messungen kontinuierlich kontrolliert werden um Durchblutungsstörungen rechtzeitig zu erkennen. Insgesamt handelt es sich um einen unkomplizierten Eingriff, der Patienten vor den schlimmen Folgen eines Schlaganfalles bewahren kann. Der stationäre Aufenthalt beträgt nur wenige Tage.
Wie ist das weitere Vorgehen?
Eine Operation ist nur ein Teil der Therapie! Grundsätzlich sind alle anderen Erkrankungen und Risikofaktoren für Arterienverkalkung (Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Blutfette und erhöhtes Körpergewicht) einzustellen bzw. medikamentös zu behandeln. All dies sollte in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt erfolgen.
Wo gibt es weitere Informationen?
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Carl-Bertelsmann-Straße 256
Postfach 104
33311 Gütersloh
Tel.: 01805/093093 (0,12 Euro/Min)
Fax: 01805/090494
Internet: www.schlaganfall-hilfe.de