Gefäßsystem und Interventionen

Der ständige Trend zur Miniaturisierung ermöglicht es heutzutage in örtlicher Betäubung des Zugangsweges minimalinvasive Eingriffe sowohl zur Diagnostik aber auch zur gleichzeitigen Therapie vaskulärer und non-vaskulärer Erkrankungen durchzuführen. Hierfür stehen dem hochspezialisierten Team der Röntgenabteilung zwei digitale Arbeitsplätze zur Verfügung. Im Rahmen der fachübergreifenden Kooperation stehen innerhalb des Klinikverbundes Flensburg weitere Arbeitsplätze zur minimalinvasiven Therapie einem interdisziplinär tätigem Team zur Verfügung.

 

Interventionelle Radiologie umfasst (a) vaskuläre und (b) non-vaskuläre Eingriffe:

 

(a) vaskulär

 

1. Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

 

Fall: 70-jähriger Patient mit schmerzhafter Einschränkung der Gehstrecke. Die didgitale Subtraktionsangiographie zeigt einen 9 cm messenden Verschluss der A. poplitea vor und nach erfolgreicher Rekanalisation unter Einsatz des sog. Outback-Katheters© und abschließender Implantation von zwei selbstexpandierbaren Nitinol-Stents.

 

2. Prothesenimplantation bei thorakalem u. abdominellem Aortenerkrankungen [Aneurysma, B-Dissektion, {gedeckte} Perforation]

 

3. Stentimplantation supraaortal, aortal, infraaortal

 

4. Embolisationsbehandlung bei Tumoren, Blutungen und Uterus myomatosus

 

Fall: Computertomographie einer 48-jährigen Patientin mit akut einsetzendem Flankenschmerz. Ausgedehntes retroperitoeales peri u. pararenales Hämatom durch ein rupturiertes Aneurysma im Aufzweigungsbereich der Segmentarterien (3D-VRTRekonstruktion) vo rund nach erfolgreicher Embolisationsbehandlung unter Erhalt der Niere.

 

5. Behandlung des komplizierten Dialyseshunts

 

6. Implantation transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunts [TIPS]

 

 

(b) non-vaskulär

 

1. Radiofrequenzablation

 

2. Gallengangsdrainage

 

3. Neurolysen, Schmerzblockaden