Magnetresonanztomographie (MRT)
2 hochleistungsfähige Magnetresonanztomographen (Avanto 1,5 T, Essenza 1,5 T, Siemens) ermöglichen die detailgetreue Abbildung des Gehirns und der Wirbelsäule um z.B. entzündliche Erkrankungen, Tumorerkrankungen, Störungen der Hirnwasserzirkulation, Gefäßveränderungen oder auch degenerative Erkrankungen wie Bandscheibenvorfälle oder Spinalkanalstenosen darzustellen. Mit der Spektroskopie werden Stoffwechselprozesse sichtbar; sie ergänzt eine möglichst genaue Beschreibung einer Erkrankung für eine optimale Behandlung. Eingeführt wird gerade die DTI (difussion tensor imaging) in der Bahnen neuronaler Akivität sichtbar gemacht werden können und Rückschlüsse auf den Verlauf großer Nervefaserbündel gezogen werden können. In den Gefäßdarstellungen können Aussagen über Engstellen oder Fehlbildungen getroffen werden ohne Strahlenbelastung des Patienten.
Myelographie
Bei Kontraindikationen für die Kernspintomographie (z.B. Herzschrittmacher oder Metallimplantate) oder bei diskrepanten oder unsicheren Befunden erweist sich die Myelographie als weiterführende Diagnosemöglichkeit. Nach lokaler Betäubung wird ein Kontrastmittel in den Spinalkanal gespritzt. Die anschließenden Röntgenaufnahmen zeigen sehr detailreich Bedrängungen von Nervenwurzeln durch einen Bandscheibenvorfall oder eine knöcherne Einengung. Eine nach der Kontrastmittelgabe durchgeführte Computertomographische Untersuchung vervollständigt die Diagnose. Daneben wird regelmäßig das Rückenmarkswasser laborchemisch untersucht. In Funktionsaufnahmen werden Funktionsstörungen wie z.B. ein Wirbelgleiten sichtbar.
Angiographie
Nach einer örtlichen Betäubung in der Leiste werden über die Leistengefässe sehr dünne Katheter bis in die Hals- oder Hirngefäße vorgeschoben. Durch die fehlenden Nervenrezeptoren an der Gefäßinnenwand ist das Vorschieben des Katheters schmerzfrei. Nach Kontrastmittelgabe werden die Hirngefäße oder auch Rückenmarksversorgende Blutgefäße dargestellt und Fehlbildungen (z.B. Gefäßwandschwächen) können behandelt werden. Die Angiographie zeigt die Kontrastierung der untersuchten Gefäße mit dem Blutfluss und bietet so Informationen über die Hämodynamik. Im Rahmen einer Angiographie können Eingriffe am Gefäß vorgenommen werden können. Verengte Gefäße können aufgedehnt (s.u. Verengung von Halsschlagadern), Blutgerinnsel aufgelöst und Aneurysmata (Gefäßwandschwächen) ausgeschaltet werden.
Diese Untersuchung wird für stationäre Patienten, aber auch als ambulante Untersuchung angeboten. Ambulante Patienten werden 4 Stunden nach der Angiographie im Krankenhaus überwacht.
Minimalinvasive Therapie
Einengung der Halsschalgader
Arteriosklerose (umgangssprachlich Arterienverkalkung) ist die Hauptursache einer Verengung (Stenose) der Halsschlagader. Die Strömung des Blutes wird an diesen Engstellen langsamer, Blutgerinnsel können sich an diesen Engstellen ablagern und die Verengung vorantreiben. Wenn sie sich lösen kann es zu einem Verschluss einer Hirnschlagader kommen. Hieraus kann eine vorübergehende Sprachstörung, Lähmung oder Gefühlsstörung entstehen oder auch ein großer Schlaganfall mit dauerhafter Beeinträchtigung.
In enger Kooperation mit der Gefäßchirurgischen und Neurologischen Klinik wird die Indikation für eine Stenteinlage gestellt. Nach örtlicher Betäubung in der Leiste wird über die Leistenarterie ein Metallgitter (Stent) in die Engstelle gelegt und anschließend mit einem Ballon aufgeweitet.
Hochgradige Stenose der A. carotis interna
Nach Stenteinlage und nachfolgender Dilatation (PTA)