Villa Paletti bezieht saniertes Gebäude

Jetzt ist es hoffentlich endgültig: Mit einem Tag der offenen Tür, zu dem Mitarbeitende und Nachbarn eingeladen waren, feierte die Villa Paletti ihren „zweiten Einzug“ ins neue Gebäude im Marienhölzungsweg 68. „Nachdem die Villa Paletti im August 2017 fertiggestellt worden war, wurden bereits sechs Wochen später Feuchtigkeitsschäden mit Schimmelbildungen sichtbar“, erinnerte Jürgen Freitag, Technischer Leiter der DIAKO, an die Ärgernisse, die eine provisorische Unterbringung der Villa Paletti für fast zwei Jahre in Containern auf dem Gelände notwendig machte. Sehr anschaulich berichtete Jürgen Freitag von der Ursachensuche, bei der zuletzt die Erdgeschoss-Fenster der Villa Paletti ordentlich mit Wasser besprengt wurden. Und siehe da: „Nach 20 Minuten lief unter den Fenstern das Wasser herein“, erklärte Freitag. Grund dafür waren fehlende Dichtungen in vielen bodentiefen Erdgeschoss-Fenstern. Ein Fehler der Fensterbaufirma und ein Versicherungsfall.

Die Feuchtigkeit innerhalb des Gebäudes machte eine aufwendige Totalsanierung erforderlich, bei der unter anderem sämtliche Fußböden und der Wandputz entfernt werden mussten. Ausdrücklich danke Jürgen Freitag dem Architekten Heino Brodersen, der mitgeholfen hatte bei der Suche nach der Ursache. „Und Ihnen danke ich für Ihre Geduld“, sagte er in Richtung der Mitarbeitenden.

„Ich danke Ihnen dafür, wie professionell Sie das in den letzten beiden Jahren gemeistert haben“, erklärte auch Dr. Christian Peters, Geschäftsführer des DIAKO Krankenhauses. Und meinte damit sowohl die Technische Abteilung als auch das Team der Villa Paletti. „Ich danke auch im Namen der Kinder und Jugendlichen.“ Es sei jetzt mit einigen Verzögerungen „ein sehr schöner Ort entstanden, der hilft, den Kinder und Jugendlichen Ängste und Sorgen zu nehmen“. Im Namen der Krankenhaus-Geschäftsführung lud er alle Mitarbeitenden zu einer Kanutour auf der Treene ein.

Auch Heinz-Georg Löffler, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie („Villa Paletti“), war voll des Lobes für die Architektur. „Die Gebäude sind ausgesprochen gelungen.“ Das gelte vom hellen Klinker und den Fensterbändern im Außenbau bis hin zu den Therapieräumen und der Multifunktionshalle.

Mit dem Neubau war eine Verdoppelung der Behandlungskapazitäten auf 25 tagesklinische Plätze verbunden gewesen. 29 Mitarbeitende kümmern sich um die Kinder und Jugendlichen.

Die Tagesklinik der „Villa Paletti“ ist ein besonderes Angebot für Kinder und Jugendliche und bietet Hilfe bei psychischen Problemen, bei denen eine ambulante Therapie nicht ausreichend erfolgreich war, eine vollstationäre Therapie jedoch nicht notwendig erscheint. „Tagesklinik bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen das ganze Jahr hindurch montags bis freitags jeden Tag morgens in die Villa Paletti kommen und spätnachmittags dann wieder nach Hause gehen“, erklärte Heinz-Georg Löffler. „In der Tagesklinik der ‚Villa Paletti‘ haben die Kinder und die Familien einen hohen Stellenwert, denn unser diagnostisches und therapeutisches Bemühen setzt nicht auf ideale, sondern auf realistische Ziele“, so Heinz-Georg Löffler weiter. „Dabei nutzen wir alle familiären Fähigkeiten und Möglichkeiten und binden ebenso das soziale Umfeld, wie zum Beispiel den Kindergarten, die Schule und soziale Netzwerke, mit ein.“

Das Foto zeigt (v.l.) Jürgen Freitag, Heinz-Georg Löffler und Dr. Christian Peters vor dem gerade wieder bezogenen Gebäude im Marienhölzungsweg 68.

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