Warum dieser Aktionstag? Damit nicht mehr Kinder das Schicksal von Paulinchen aus den berühmt-berüchtigten Struwwelpeter-Geschichten erleiden! „Jedes Jahr müssen allein in Deutschland mehr als 30.000 Kinder unter 15 Jahren mit Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich versorgt werden, ca. 7.500 Kinder verletzen sich so schwer, dass sie stationär behandelt werden müssen.“ Diese Information stammt von der Website www.paulinchen.de. Paulinchen e.V. ist eine gemeinnützige Initiative, die Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall begleitet und berät. „Ziel ist es, für jedes brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen und präventiv auf Unfallursachen hinzuweisen.“
An der DIAKO Kinderklinik ist Pflegefachfrau Annika Schäfer die Expertin, die zur Prävention von und zur Ersten Hilfe bei Brandverletzungen berät. Nach einer zehnjährigen Tätigkeit an einem Schwerbrandverletzten-Zentrum kennt sie viele typische Alltagssituationen, die durch kleinste Zufälle zu einer Verbrennung/Verbrühung bei einem Kind führen können. Für diese kritischen Situationen möchte Annika Schäfer die Augen öffnen. Zudem kursieren zur Ersten Hilfe bei Verbrennungen nach wie vor einige Mythen: Welche Maßnahmen bei welchem Kind sinnvoll und welche Hausmittelchen absolut schädlich sind, erklärt sie am 7. Dezember zwischen 8 und 14 Uhr im Wartebereich des Ambulanten Sprechstundenzentrums (Eingang Marienhölzungsweg 4). Interessierte können in dieser Zeit zum Infostand kommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

